Übernahme eines Portfolios aus 100+ unkoordinierten Projekten und einem scheiternden Online-Shop — hinterlassen wurden ein gesteuertes Portfolio von 20 Projekten und ein funktionierendes E-Commerce-Ökosystem.
📉 100+ → 20
Projekte nach Konsolidierung
💰 20% weniger
Programmkosten
🛒 E-Commerce-Ökosystem
Auf Adobe/Magento eingeführt
Zwei Probleme, die sich als dasselbe Problem herausstellten.
Man kann keinen Shop reparieren, während hundert unverbundene Initiativen still die Kapazität aufbrauchen, ihn zu reparieren.
Erst das Portfolio, dann das Produkt.
Bevor irgendetwas gestoppt wurde, wurde alles aufgelistet. Hundert Projekte, die nie jemand an einer Stelle gezählt hatte, sind noch kein Governance-Problem — es ist ein Sichtbarkeitsproblem. Allein die Zahl veränderte das Gespräch.
Ich habe Lean Portfolio Management eingeführt, damit Finanzierungsentscheidungen anhand gemeinsamer Kriterien fielen und nicht danach, wer am hartnäckigsten nachfragte.
Die Konsolidierung von 100+ Projekten auf 20 war das Ergebnis, nicht das Ziel. Das Ziel war, dass die verbleibenden 20 endlich vernünftig besetzt werden konnten.
Mit der freigewordenen Kapazität haben wir das E-Commerce-Ökosystem auf Adobe/Magento eingeführt — den alternden Shop ersetzt statt weiter geflickt.
Hundert Projekte sind ein Symptom, keine Ursache. Sie sammeln sich an, weil es kein Forum gibt, in dem „Nein” gesagt werden kann. Schafft man das Forum, sinkt die Zahl von selbst.
Konsolidierung ist eine Kapazitäts-, keine Kostenentscheidung. Die 20% Ersparnis waren weniger wert als die Tatsache, dass die überlebenden Projekte endlich so besetzt werden konnten, dass sie fertig wurden.
Ersetzen schlägt Flicken — sobald man es sich leisten kann. Der Shop war in seiner alten Form nicht reparierbar. Möglich wurde die Ablösung nicht durch einen besseren Business Case, sondern dadurch, dass die Kapazität zur Umsetzung frei war.